Das Martingale Roulette System

Wir kommen um das Thema Roulette-System nicht herum. Wenn wir uns diesem Phänomen schon widmen müssen, dann einem, welches dir sowieso irgendwann über den Weg laufen wird. Wir wollen dir zeigen, wie das Martingale System funktioniert und worin seine Schwächen liegen.

Definition

Martingale Systeme findest du nicht nur beim Roulette, sondern bei allen Spielen, bei denen der Ausgang von einer von dir getroffenen Entscheidung abhängt. Beim Roulette lässt sich die klassische Form des Martingale Systems sehr anschaulich erläutern. Im Wesentlichen basiert das System auf das Verdoppeln der Perdante. Die Perdante ist das Ereignis, welches in der letzten Runde verloren hat (frz. perdre = verlieren). Es ist dabei egal, ob du auf Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade oder Passe/Manque setzt, Hauptsache, es handelt sich um eine einfache Wette. Beim Martingale System setzt du einen gewissen Betrag auf eines dieser Ereignisse und wartest ab, was passiert. Ist deine Annahme nicht eingetreten, verdoppelst du deinen Einsatz und bleibst auf dem bereits angenommenen Ereignis, da es schließlich bereits die Perdante ist. Beispiel: Du setzt 1 Euro-Jeton auf Schwarz, es gewinnt aber Rot. Schwarz hat verloren, nach Martingale setzt du in der zweiten Runde 2 Euro auf Schwarz. Es kommt wieder Rot dran, du setzt in der dritten Runde 4 Euro auf Schwarz. Du machst das Ganze theoretisch so lange, bis irgendwann Schwarz gespielt wird und du gewonnen hast. Sobald du eine Runde gewannst, kannst du wieder von vorne anfangen oder du setzt den doppelten Einsatz auf die Perdante, die in diesem Fall Rot wäre, da du mit Schwarz gewonnen hast.

Funktioniert das Martingale System wirklich?

Das System basiert auf zwei Schlüssen. Der Erste muss realistisch als Trugschluss gesehen werden. Es ist die statistische Verteilung zweier zufälliger Ereignisse, die bei extrem vielen Runden gleich hoch ist, deshalb setzt du auf die Perdante. Du hast aber erstens nicht genügend Kohle, um das Verdoppeln sehr oft durchzuhalten (bei 1 Euro Startkapital wären wir nach 10 Runden bereits bei 1.024€, nach 20 Runden bei 1.048.576€) und zweitens sind die Spiele in Online Casinos mit einem Maximaleinsatz begrenzt. Bei High-Roller Spielen ist er zwar deutlich höher, dort ist aber auch der Minimaleinsatz höher, du kannst ergo nicht mit 1 Euro anfangen. Und somit wäre auch Schluss zwei hinfällig, da du nicht so oft verdoppeln kannst, wie es einer realistischen Wahrscheinlichkeitsberechnung zugrunde läge.

Was sind die Vorteile?

Was dem Martingale System zugutegehalten werden muss, ist, wenn du gewinnst, hast du alle bisherigen Verluste wettgemacht. Wie oft kommt es vor, dass ein einfaches Ereignis mit einer Quote von 19/37 also fast ½ (da die Null ja neutral ist) neunmal hintereinander dasselbe Ergebnis aufweist. Ich gehe berechtigterweise davon aus, dass du eine realistische Chance hast, deine Einsätze wieder herauszubekommen. Du kannst beispielsweise das Martingale System mit einer Kombination (wie am Ende der vorherigen Seite beschrieben) vereinen. Setze die Outside-Wette als Martingale ein und im Inside platzierst du zudem eine Doppelstraße oder zwei Vierer und eine einzelne Zahl. Somit kannst du mit dem Martingale deine Einsätze des Outsides herausholen und hast im Inside zusätzlich eine relativ sichere Chance auf einen satten Gewinn und natürlich dein Spitzenpferd am Start. Diese Idee verstößt zwar gegen das Gebot, immer gleichhohe Einsätze zu spielen, aber wo man hobelt, fallen Späne. Natürlich ist auch das keine Garantie auf Gewinn, aber es ist eine fundierte Überlegung, die durchaus eine gewisse Logik aufweist. Das ist schließlich das Interessante beim Roulette: Du kannst tüfteln, rechnen, kalkulieren und ausprobieren, vielleicht lässt sich das GLÜCKSSPIEL letztlich doch ein klein wenig in deine Richtung verschieben. Viel Glück beim Roulette!